{"id":14860,"date":"2016-01-03T17:21:49","date_gmt":"2016-01-03T16:21:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.silverpacker.de\/?p=14860"},"modified":"2016-01-03T17:35:08","modified_gmt":"2016-01-03T16:35:08","slug":"im-fruehtau-zu-berge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.silverpacker.de\/?p=14860","title":{"rendered":"Im Fr\u00fchtau, zu Berge\u2026"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0015.jpg\" rel=\"attachment wp-att-14863\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14863\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0015.jpg?resize=300%2C199\" alt=\"my_2016-01-03-DSC_0015\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0015.jpg?resize=300%2C199 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0015.jpg?resize=768%2C510 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0015.jpg?w=1024 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach einem weiteren Erholungstag in Bagan wollen wir in die Berge nach Kalaw. Ein Minivan holt uns direkt am Hotel ab, sammelt noch zwei Franzosen aus Nizza, drei Schweizer aus Genf in Neu-Bagan und zwei Einheimische in Nyaung U ein und um halb Neun sind wir wieder on the road. Die Strecke sind wir bereits vor vier Jahren in acht Stunden mit unserem Fahrer Kyaw gefahren. Die Stra\u00dfe soll sich jetzt aber in deutlich besserem Zustand befinden.<!--more--><\/p>\n<p>Bis zur Abzweigung zu dem bei Bagan-Besuchern beliebten Tagesausflugsziel Mount Popa erwartet uns eine auf Touristen vorbereitete Rennstrecke. Damit die Stunde Fahrzeit zu dem Bergheiligtum nicht zu lang wird, machen viele Busse einen Zwischenstopp an einer der Palmwein-Destillen mit fotogener ochsenbetriebener \u00d6l-M\u00fchle. Das war schon im November 2006 Teil des Programms, nur waren es damals nur zwei oder drei mit jeweils einer kleinen H\u00fctte. Jetzt reihen sich die Anbieter dieser Spezialit\u00e4t wie Perlen an einer Kette, besitzen Busparkpl\u00e4tze und \u00fcberdachte Freiluftrestaurants f\u00fcr Hundertschaften sowie gut best\u00fcckte Verkaufsbuden. Nat\u00fcrlich darf die obligatorische \u00d6lm\u00fchle nicht fehlen: rundherum ist gen\u00fcgend Platz f\u00fcr Erinnerungsfotos aus allen Perspektiven. Nur die klobige Tankstelle auf der anderen Stra\u00dfenseite st\u00f6rt ein wenig. Die war vor neun Jahren noch nicht da. Aber letztlich ist wohl alles eine Frage der richtigen Perspektive.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0001.jpg\" rel=\"attachment wp-att-14861\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-14861\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0001.jpg?resize=300%2C199\" alt=\"my_2016-01-03-DSC_0001\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0001.jpg?resize=300%2C199 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0001.jpg?resize=768%2C510 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0001.jpg?w=1024 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wir lassen den Mount Popa links liegen und fahren unterhalb von ihm in Richtung Meiktila. Die Stra\u00dfe ist tats\u00e4chlich in besserem Zustand als vor vier Jahren. Gelegentlich bringen Felder mit Sonnenblumen und kleinere Drachenfrucht-Plantagen etwas Abwechslung in die trockene Savanne. In Meiktila sind die beiden einheimischen Passagiere am Ziel. Allzu lange dauert die Freude \u00fcber das Mehr an Platz im engen Minivan jedoch nicht. Am Ortsende wartet nicht nur ein etwas neuerer Van auf uns, sondern auch vier weitere Fahrg\u00e4ste. 12 Personen inkl. Fahrer, damit ist der Wagen voll.<\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich \u00e4ndert sich das Landschaftsbild. In der fruchtbaren Ebene um den Ort Thazi wachsen um diese Zeit vor allem Wassermelonen und Chili. Links kommen allm\u00e4hlich die Berge in Sicht und die Stra\u00dfe verl\u00e4uft entlang der Eisenbahnschienen. Wieder beherrscht eine d\u00fcrre Savanne die Szenerie. Am Stra\u00dfenrand tauchen jetzt zahlreiche gro\u00dfe Teakholz-Lager auf, die toten Reste der abgeholzten W\u00e4lder der vor uns liegenden Bergregion.<\/p>\n<p>Wir passieren Payangazu, einen kleinen Ort \u00fcber den ein schlanker, stehender Buddha auf einem H\u00fcgel wacht. Allm\u00e4hlich wird es h\u00fcgeliger, Steinbr\u00fcche s\u00e4umen die Stra\u00dfe und wir \u00fcberqueren ausgetrocknete Flussbetten. F\u00fcr Abwechslung sorgen die zahlreichen Tankstellen alle paar Kilometer. Vor zwei Jahren waren sie noch eine Rarit\u00e4t und selten zu finden. Bunte Farbtupfer in der staubig-grauen Landschaft: Myawaddy, Green Luck, Asia Energy, SBP Oil und einige mit f\u00fcr uns nicht zu entziffernden Namen in der hiesigen Schrift.<\/p>\n<p>Im Schatten der Bergketten links\u00a0 und\u00a0 rechts geht es jetzt etwas kurviger langsam bergauf. Die Stra\u00dfe ist deutlich besser als vor vier Jahren, zweispurig, teilweise etwas holprig aber ohne gro\u00dfe Schlagl\u00f6cher. Von den urspr\u00fcnglichen W\u00e4ldern der Gegend war schon damals nicht mehr viel \u00fcbrig. Kein einziger gro\u00dfer Teakholz Baum ist mehr zu sehen. Das soll sich in Zukunft wieder \u00e4ndern. Junge Teak-B\u00e4ume pr\u00e4gen das Bild.<\/p>\n<p>Hinter Yin Mar Bin folgen weitere Teakholz Aufforstungen und wir gewinnen langsam an H\u00f6he. Es wird gr\u00fcner. Nur um den Ort Pyinyaung bedeckt der wei\u00dfe Staub der Kalksteinbr\u00fcche Stra\u00dfe und Vegetation. Allm\u00e4hlich verengt sich das Tal und der Fluss neben uns ist zumindest ein d\u00fcnnes Rinnsal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0027.jpg\" rel=\"attachment wp-att-14865\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14865\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0027.jpg?resize=199%2C300\" alt=\"my_2016-01-03-DSC_0027\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0027.jpg?resize=199%2C300 199w, https:\/\/i0.wp.com\/www.silverpacker.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/my_2016-01-03-DSC_0027.jpg?w=680 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>Noch 45 Stra\u00dfenkilometer bis Kalaw und die Stra\u00dfe wird immer kurviger, dann nach einer Baustelle nur noch 1,5 spurig und deutlich holpriger als zuvor. F\u00fcnf Kilometer vor dem steilsten Streckenabschnitt mit Serpentinen legt unser Fahrer noch einen l\u00e4ngeren Stopp ein. An der Rastst\u00e4tte das gewohnte Bild aus Myanmars Bergen: Gartenschl\u00e4uche liegen bereit, um K\u00fchler und Bremsen zu k\u00fchlen. Aus den Felgen des Busses neben uns zischt und qualmt es, als das Wasser hineinspritzt. Er kommt offensichtlich aus Kalaw und hat bergab hinter sich, was bergauf noch vor uns liegt.<\/p>\n<p>Weiter am Fluss entlang geht es vorbei an Reisterrassen und Bananen Plantagen. Erste Fachwerkh\u00e4user kommen in Sicht, die typische Architektur dieser Gegend. Und immer wieder Buchten und Pl\u00e4tze mit Wasserschl\u00e4uchen zum K\u00fchlen der Bremsen. Oft riecht es beim Vorbeifahren nach verbrannten Bremsbel\u00e4gen. Einige K\u00fchlstationen sp\u00e4ter ist es dann soweit. In engen Serpentinen schraubt sich der Minivan den Berg hinauf. Nur einmal halten wir kurz an. Ein Anhalter ist der Grund. Das Geld h\u00e4tte unser Fahrer sicher gern verdient, aber der Wagen ist voll. Er deutet auf das Wagendach mit den Rucks\u00e4cken. Da w\u00e4re noch Platz. Das scheint dem potentiellen zus\u00e4tzlichen Passagier aber doch nicht so ganz geheuer. So stabil wie die Dachkonstruktionen der Sammel-PickUpS (Songthew) ist der Gep\u00e4cktr\u00e4ger des Minivan nicht. Nach kurzer Diskussion fahren wir schlie\u00dflich ohne einen weiteren Mitfahrer weiter den Berg hinauf.<\/p>\n<p>Die Aussicht zur\u00fcck ins Tal ist beeindruckend. In den h\u00f6heren Regionen schneidet sich das Asphaltband der Stra\u00dfe durch gr\u00fcne W\u00e4lder und in der Ferne erkennt man den letzten gro\u00dfen Parkplatz mit der M\u00f6glichkeit zum K\u00fchlen der Bremsen. Dort steigt gerade eine riesige wei\u00dfe Qualmwolke auf. Da hat wohl jemand nicht nur die Reifen sondern auch den hei\u00df gelaufenen Motor unter Wasser gesetzt.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich \u00fcberqueren wir die h\u00f6chste Stelle der Strecke und vor uns liegt Kalaw. Nach rund 270 Kilometern haben wir das Bergdorf deutlich schneller als beim letzten Mal erreicht. Die reine Fahrzeit betrug nur sechseinhalb Stunden. Wir haben noch genug Zeit, ein kuscheliges Quartier f\u00fcr die Nacht zu finden. Nach der Hitze der Savanne rund um Bagan ist es hier oben in den Bergen n\u00e4mlich deutlich k\u00fchler. Nachts kann die Temperatur schon mal auf den Gefrierpunkt sinken und nicht jedes Hotel oder Guest House bietet Zimmer mit einer Klimaanlage, die hier zum W\u00e4rmen dient. Bereits der vierte Anlauf bringt die gew\u00fcnschte Kombination aus Komfort und akzeptablem Preis.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend \u00a0suchen wir uns noch ein typisches Lokal mit den typischen kulinarischen Spezialit\u00e4ten dieser Gegend: Shan-Nudelsuppe \u2013 wahlweise mit Huhn oder Schweinefleisch \u2013 oder Hot Clay Pot, wobei hot hier einmal nicht f\u00fcr scharf sondern eine dampfend hei\u00dfe Suppe mit reichhaltigen Einlagen steht.<\/p>\n<p><strong>Unterkunft:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.agoda.com\/de-de\/pine-breeze-hotel\/hotel\/kalaw-mm.html\" target=\"_blank\">Pine Breeze Hotel<\/a><br \/>\nNo.174,Quarter,Thittaw Street , Kalaw, Kalaw, Myanmar<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem weiteren Erholungstag in Bagan wollen wir in die Berge nach Kalaw. 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