Ein Duplikat des James-Bond-Felsens und Höhlenheiligtümer

my_hpa_2015-12-18-DSC_0026Phyo Ko Ko holt uns morgens an unserem Hotel ab. Der dritte Sohn des Bäckers der New Day Bakery hat uns tags zuvor erzählt, dass er nur Teilzeit im Laden seines Vaters arbeitet und ansonsten  als Fahrer für Touren zu den Sehenswürdigkeiten von Hpa An zur Verfügung steht. Diese gehörten schon bei unserer Burma-Reise vor zwei Jahren zu den Highlights. Die Gelegenheit lassen wir uns nicht entgehen, eine Wiederholung der Tour zu den Höhlenheiligtümern in der Umgebung mit abgewandeltem Ablauf.

my_hpa_2015-12-18-P1110509Nachdem wir in der New Day Bakery mit dem besten Kaffee der Stadt gefrühstückt haben, geht es los. Die Tour beginnt 10 km südwestlich von Hpa An mit einem Besuch des spektakulären Felsen des Heiligtums Kyauk Ka Lat. Die spitze Felsnadel sieht aus, als müsste  sie jeden Moment umknicken oder zumindest auseinander brechen. Sie  ragt  elegant aus einer kleinen Insel wie ein Stein gewordenes Ausrufezeichen. Seit unserem letzten Besuch hat sich nicht viel verändert. Lediglich ein paar Verkaufsstände vor dem Steg sind hinzugekommen und ein fliegender Kräuterhändler demonstriert mit großer Geste die Wirksamkeit eines frisch aufgebrühten Pflanzensuds…

my_hpa_2015-12-18-DSC_0042Weiter geht’s zum Lumbini Garten, 11 km südlich von Hpa An am Fuß des 800 Meter hohen Zwe Kapin Felsens. Hier soll demnächst eine Seilbahn gebaut werden, die den etwa dreistündigen Aufstieg auf den Berg überflüssig machen soll. Die Eröffnung ist für 2018 geplant. Bis dahin verirren sich nur gelegentlich ein paar Touristen in den verwunschenen Park mit seinen 1.000 steinernen meditierenden Buddhas.

my_hpa_2015-12-18-DSC_0077Die unteren Stufen hinauf zur Ya The Byan Höhle westlich des Flusses Than Lwin werden von unzähligen Affen bewacht. Sie suchen allerdings scheu das Weite, wenn man sie nicht mit etwas Futter ködert. Der Eingangsbereich der Höhle ist mit zahllosen stehenden und liegenden Buddha-Statuen gefüllt.

my_hpa_2015-12-18-DSC_0068Dringt man tiefer in die Höhle ein, gelangt man zu einem durchgehend beleuchteten Pfad. Das Labyrinth führt quer durch den Felsen und endet an einer Plattform mit einem Blick über einen See auf der Rückseite des Felsens.

my_hpa_2015-12-18-DSC_0104Die Kaw Goon Höhle, 26 km von Hpa An entfernt, ist mit rund 50 Metern womöglich das kürzeste Höhlenlabyrinth der Region. Mit seinen zigtausenden Buddha-Statuen und Votivtafeln in allen Größen ist es aber das schönste Höhlenheiligtum, das wir bislang besuchen konnten. Die Statuen stammen aus vielen Jahrhunderten und auch jetzt kommen noch neue hinzu, die von Buddhisten zahlreicher Länder gestiftet werden.

my_hpa_2015-12-18-DSC_0115Wie schon vor zwei Jahren endet unsere Tour bei der Prozession der Stein-Mönche vor der Kaw Ka Thaung Höhle, 12 km nordöstlich von Hpa An. Diesmal sind wir jedoch deutlich früher dort. Wir überspringen den Besuch des Höhlenheiligtums und folgen den steinernen Mönchen.

my_hpa_2015-12-18-DSC_0129Der Weg endet an einer Art Freibad. Der Pool von Yae Ta Khun wird von einer Quelle mit glasklarem Wasser aus einer im Fels dahinter liegenden Höhle gespeist. Umrahmt wird es von mehreren Bambusrestaurants. Eine gute Gelegenheit, eine andere lokale Erfrischung zu probieren: ein milchig-wässriges Getränk namens Kaung yay, das aus der kokusnuss-ähnlichen Frucht Htant yay gewonnenen wird.

Zum Abschluss des Tages bringt uns Phyo Ko Ko zu einem kleinen Massagebetrieb am Stadtrand von Hpa An. Wir wissen was uns erwartet: die burmesische Massage weist zwar durchaus Ähnlichkeiten zur Thai-Massage auf, ist aber deutlich „härter“. Wenn hier zugepackt, entdehnt und geknetet wird, ist das definitiv nichts für Wattebäuschchen.

 

Unterkunft:
Golden Sky Hotel, 2 West Thidar Ward, Hpa An, Myanmar

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