Tunnel und BBQ

Morgens um acht startete der Bus in Richtung Cu Chi. Auch wenn man kein Militärfreak ist, hinterlassen die Überreste der Tunnelsysteme aus dem Vietnamkrieg einen bleibenden Eindruck. Es besteht sogar die Möglichkeit, rund 150 Meter durch einen Tunnelteil zu krabbeln, der den europäischen Längen und Breitenmaßen allerdings angepasst wurde. Dennoch bleibt bei einer Körperlänge von 1,86 m nichts anderes übrig, als auf allen Vieren die 3 verschiedenen Ebenen zu durchqueren. Und ein Gefühl zunehmender Platzangst ist wohl auch unvermeidlich. Daher gibt es auf der Strecke zwei Notausgänge, die 50 Prozent unserer Gruppe auch nutzten. Dabei wartet das Beste 10 Meter vor Schluss. Hier ist der Gang schmaler und niedriger als zuvor und entspricht womöglich den Originaldimensionen.

Ein weiteres Highlight der Tour über das Gelände sind zahlreiche Unterstände, die unter anderem auch Nachbauten der Fallen des Vietcong zeigen. Hier versteht man sofort, warum erste die Franzosen und dann die Amerikaner nie eine wirkliche Chance hatten, diesen Krieg zu gewinnen – gleich ob mit fairen oder schmutzigen Mitteln.

Am Abend dann Kontrastprogramm und zurück in die Gegenwart: Auf dem touristisch orientierten Markt des ersten Distrikts tobt auch nach „Ladenschluss“ um 18 Uhr das Leben. Rund um die Markthalle öffnen dann weitere Buden und temporär errichtete Open-Air-Restaurants. Ein Dorado für Fischfans – die schuppigen Delikatessen schwimmen noch bis zur Bestellung munter in den Wasserbottichen. 

Unterkunft:
Liberty 3 Hotel
» 187 Pham Ngu Lao Street, District 1 – Pham Ngu Lao / Tay Balo, Ho Chi Minh City

 

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