Was hier so alles seinen Anfang nahm…

Bis es heute zu regnen aufhört dauert es laut Wettervorhersage noch ein paar Stunden und wir nutzen den verregneten Vormittag für einen Besuch im Waschsalon schräg gegenüber unserer Unterkunft.

Wir sind nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen sind, dem neuen Jahr mit frisch gewaschenen Klamotten entgegenzusteuern.

Mittags ist es Zeit für ein verspätetes Frühstück im Boudin an der Strandpromenade. Die Bäckerei ist angeblich „das älteste kontinuierlich operierende Unternehmen in San Francisco“ und bekannt für das einzigartige leckere  Sauerteigbrot von San Francisco.

Jetzt sind wir bestens für den Jahreswechsel gerüstet. Auch die Wettergötter haben irgendwann ein Einsehen. Kurz nach Sonnenuntergang hört es auf zu regnen.

Das ein paar Blocks weiter beansprucht die Einführung  des „Irish Coffee“ in den USA für sich. Der Reisejournalist Stanton Delaplane vom San Francisco Chronicle habe einen solchen bei einem Besuch in Irland vor seinem Abflug in Dublin am Flughafen getrunken und den Besitzer des Buena Vista Cafe, (Hyde Street, Ecke Beach Street), Jack Koeppler zum „Nachbau“ des alkoholischen Heißgetränks überredet. Um eine Methode zum Platzieren der oben auf drapierten flüssigen Schlagsahne zu finden, sei niemand anderes als der damalige Bürgermeister George Christopher behilflich gewesen, der – was für ein Zufall – auch eine große Molkerei besaß. Am 10, November 1952 konnte dann endlich der erste Irish Coffee in Amerika kredenzt werden.

Überhaupt gibt es so einiges, wofür man sich am Fisherman’s Wharf mit Einem „Erstes“ oder „“Einziges“ rühmt. Das italienische Restaurant „ Fior d’Italia“ unten im San Remo Hotel  reklamiert für sich, „das älteste italienische Restaurant Amerikas“ zu sein – eröffnet 1886.

Weitere „Firsts,“ die in San Francisco angeblich ihren Anfang nahmen sind Cocktails wie der im „Trader Vic“ in den 40er Jahren erstmals kreierte „Mai Thai“ sowie der „Martini“, der 1860 erstmals gerührt, nicht geschüttelt und mit einer Olive im Glas, von einem  Barkeeper namens „Professor“ Jerry Thomas serviert worden sein soll. Der Name soll übrigens auf einem Missverständnis beruhen. Auf die Frage, was das sein solle, habe der geantwortet: „it‘s a Martinez“.

Auch mehr oder weniger kulinarisch Wertvolles soll in San Francisco und Umgebung seinen Ursprung haben, beispielsweise das „Chop Suey“, mit dem hier lebende Chinesen ihre Landsleute beim Bau der Eisenbahn versorgt haben sollen. Logisch, dass auch die unverwüstlichen Fortune Cookies ihre Verbreitung der Erfindung einer von einem gewissen Shuck Yee gebauten Maschine zu verdanken haben , die  gleich nebenan in der Stadt Oakland die Massenproduktion der Glückskekse und den weltweiten Siegeszug der unverwüstlichen „chinesischen“ Kleinigkeit mit dem Spruchorakel  einläutete. Weltweit sollen es mittlerweile über 3 Milliarden sein, die hier und andernorts produziert werden…

Happy New Year!
vom Pier 39 @ Fisherman’s Wharf
wünschen Cosy und Claus

San Remo Hotel

2237 Mason Street
San Francisco, CA 94133, USA

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