Bagan-Tempeltour 2

my_2016-01-01-DSC_0111 Für den Besuch des weitläufigen Areals von Bagan reicht ein Tag natürlich nicht aus – selbst wenn man einen Schwerpunkt setzt. Für die Erkundung der Wandmalereien und Fresken in den Tempeln und Stupas haben wir wieder einen Fahrer organisiert, der uns in optimaler Reihenfolge zu den zuvor festgelegten Zielen fährt. Das Fotografieren (auch ohne Blitz) der Fresken und Wandmalereien ist in vielen Tempeln mittlerweile verboten. Doch Fotos können ohnehin nur einen Bruchteil des Eindrucks wiedergeben, wenn man vor den Wänden in den dunklen Gängen steht und mit einer Taschenlampe Meter für Meter die Bildgeschichten verfolgt. Graphic Novels aus längst vergangenen Zeiten…

  1. my_2016-01-01-DSC_0010Na-ga-yoe Tempel (Ende 11.Jhdt.)
    Der Name bedeutet so viel wie „von der Schlange beschützt“. Die Wände des äußeren, dunklen Gangs sind mit zahlreichen Nischen mit Buddha-Statuen und Fresken in Ocker- und Umbratönen bedeckt.
  2. Ape-ya-da-na Tempel (Anfang 11. Jhdt.)
    Gut restaurierte Fresken
  3. Gu-byauk-gyi (Wetkyi-in) (Anfang 13. Jhdt.)
    Die Fresken sind zum Teil bereits restauriert und zeigen Szenen aus dem Jätaka. Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Hautfarben der bei der Verehrung abgebildeten Pilger.
  4. my_2016-01-01-DSC_0022Myazedi-Pagode (1113 n. Chr.)
    Die Myazedi-Inschrift wurde von König Kyanzittha in den vier Sprachen Pyu, Mon, Pali und Burmesisch verfasst – jeweils in einer auf jeder Seite der Säule. Sie berichtet davon, wie dieser auf dem Sterbebett Friede mit seinem Sohn Rajakumar schloss, den er vorher enterbt hatte. Der Sohn war jedoch nie böse auf seinen Vater gewesen, vollbrachte gute Taten und stiftete sogar eine goldene Buddha-Statue. Aufgrund dieser Mehrsprachigkeit konnte der englische Orientalist und Linguist Charles Otto Blagden 1911 die antike Sprache der Pyu entziffern – ähnlich wie der Rosetta-Stein (Hieroglyphen, Demotisch, Altgriechisch) die Entzifferung der Hieroglyphen ermöglichte. Im Oktober 2015 wurde die Myazedi-Inschrift in das Verzeichnis des Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.
  5. Law-ka-htake-pan Tempel (Mitte 12. Jhdt.)
    Der unscheinbare Bau befindet sich unweit der großen Shwe-san-daw. Die Fresken des kleinen Tempels bedecken etwa 80 Prozent der Wände und Decke und sind bereits großenteils gereinigt und behutsam restauriert worden. Eine Besonderheit sind zwei Abbildungen des Fußabdrucks Buddhas an der Decke im Eingangsbereich. Bei den Farben dominieren Dunkelblau, Rot und Weiß.
  6. That-byin-nyu Tempel (11. Jhdt.)
    Mit einer Höhe von 61 Metern das höchste Gebäude in Bagan
    my_2016-01-01-P1130064
  7. Nat-hlaung kyaung Tempel (931 n. Chr.)
    Der einzige Hindu Tempel in Bagan. Er ist dem hinduistischen Gott Vishnu geweiht.
  8. Patho-tha-myar Tempel (11. Jhdt.)
    Teilweise sehr restaurierungsbedürftige Fresken zeigen Malereien im Mon-Stil. Die Wandmalereien in den inneren Gängen zählen zu den frühesten erhaltenen in Bagan.
  9. my_2016-01-01-DSC_0064Maha-bodi Pagode (12. Jhdt.)
    Vorbild ist der gleichnamige Tempel im indischen Bodhgaya aus dem 5. Jhdt.
  10. Khay-min-gha Tempel Gruppe
    Schönes Ensemble zahlreicher Stupas. Wird meist wegen einer dort stehenden „schiefen“ Stupa besucht – Pisa lässt grüßen…
  11. my_2016-01-01-DSC_0073U-pali-thein Tempel (Mitte 13. Jhdt.)
    In der Nähe des Htilo-Minlo Tempels, benannt nach dem Mönch Upali. Die steinernen Dachzinnen der rechteckigen Ordinationshalle sind eine Nachahmung der damaligen burmesischen Holzarchitektur. Im Inneren befinden sich an den Wänden und Decken einige bunt bemalte Fresken aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.
  12. Ananda Oek Haung (11.Jhdt.)
    Rechts neben einem der Eingänge zum großen Ananda-Tempel gelegen. Der Name bedeutet Ziegelsteinkloster. Die Innenwände des roten Backsteingebäudes sind mit Fresken aus dem 18. Jahrhundert bedeckt. Sie zeigen das Leben Buddhas sowie Szenen aus der Geschichte Bagans.
  13. my_2016-01-01-DSC_0087Ananda Tempel (11. Jhdt.)
    Der bekannteste Tempel von Bagan  gilt als eines der am besten erhaltenen Zeugnisse der Mon-Architektur. Bereits nach dem Erdbeben von 1975 war er umfassend restauriert worden. Derzeit werden sämtliche Außenwände und –Mauern aufwendig abgewaschen.
  14. Shwe-san-daw Zedi (Mitte 10. Jhdt.)
    Pagode mit 5 aufeinanderfolgenden, quadratischen Terrassen. Sehr beliebter Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang. Aber auch beim Sonnenaufgang tummeln sich hier jedes Mal mehr Touristen.

 

Unterkunft:
Kaday Aung Hotel
Hninn Pann St, Hteeminyin Block, Kyansittha Quarter, New Bagan

Dieser Beitrag wurde unter Asien, Burma veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*