Dorthin, wo der Pfeffer wächst

vn-2013-01-14-DSC_0017Nicht weit von Bao Loc entfernt stürzen die Damri-Wasserfälle rund 90 Meter in die Tiefe. Rund um das Naturschauspiel wurde ein Vergnügungspark angelegt, mit Achterbahn und Disco-Hütte. Doch davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Dieser Wasserfall ist bequem per Treppe oder Aufzug zu erkunden. Die Bezeichnung Eco-Park sollte man allerdings nicht allzu genau nehmen. Ohne den typisch asiatischen Kitsch und Rummel geht es halt nicht.

vn-2013-01-14-DSC_0028Auf dem Weg zurück machen wir Halt an einem erstaunlichen Neubau. Kurz hinter dem Park wird – wie an so vielen anderen Orten in Vietnam – eine Kirche gebaut. Auch wenn die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, werden bereits die ersten Messen in dem modernen Gotteshaus abgehalten.

Der Weg durch das zentrale Hochland in den Süden führt zunächst wieder durch endlose Kaffeeplantagen. Kein Wunder, dass Vietnam nach Brasilien weltweit zweitgrößter Kaffee-Exporteur ist. Bei der Sorte Robusta (die vor allem für die Herstellung von Instant-Kaffee verwendet wird) sogar die Nummer 1. Den berühmten Wiesel-Kaffee sucht man hier allerdings vergeblich. Der wird vor allem in der Gegend um Plei Cu in Richtung kambodschanischer Grenze hergestellt, indem die Nagern mit Kaffeekirschen gefüttert werden. Am sprichwörtlichen Ende kommen die unverdauten aber durch die Magensäfte fermentierten Bohnen wieder hinten raus. Kein billiges Vergnügen: das Kilo kostet rund 150 US$. Es gibt aber mittlerweile auch eine künstliche Variante. „1996 konnten deutsche Wissenschaftler im Auftrag der vietnamesischen Firma Trung Nguyen sechs Enzyme im Verdauungstrakt der Schleichkatzen isolieren. Es wurde eine patentierte synthetische Lösung mit diesen Enzymen entwickelt, um den natürlichen Effekt nachzubilden.“ (Wikipedia)

vn-2013-01-14-P1050656Eine Stunde später ändert sich das Bild. Jetzt wird Tabak und kurz darauf Pfeffer an den Straßenrändern getrocknet. Und noch eine Kuriosität wartet am Wegesrand. In der Gegend von Dinh Quan machen wir Halt an der Thien Chon Pagode. An den Wänden werden Besucher und Gläubige in Wort und Bild mit den drastischen Strafen für ihre Sünden konfrontiert. Eine Art asiatischer Hieronymus Bosch.

vn-2013-01-14-DSC_0075Mittags essen wir in einem kleinen Straßenrestaurant an einem Seitenarm des Tri An Reservoirs. Auf dem See leben zahlreiche Familien in ihren Hausbooten. Selbst für den Hühnerstall hat man hier ein Floß gebaut. Gerudert wird übrigens mit den Füßen.

Bevor wir schließlich am Abend in Nhon Trach 50 km östlich von Ho-Chi-Minh-Stadt ankommen, besuchen wir noch eine Pfeffer- und eine Cashew-Plantage.

 

Übernachten:
Motel Duc Hanh
Lo 25B – Hiep Phuoc, Nhon Trach, Dong Nai

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