Ab in den Süden

Am Morgen verlassen wir bei leichtem Nieselregen verlassen Luang Prabang und fliegen direkt in den Süden von Laos. In Pakse ist der Himmel beinahe wolkenlos und die Temperaturen locker 20  Grad höher als beim Abflug. Vor sechs Jahren haben wir hier nur für eine Nacht Station gemacht. Diesmal wollen wir das nahe gelegene Bolaven-Plateau erkunden. Nachdem wir bei einem örtlichen Reiseveranstalter eine grobe Route und einen Fahrer samt Fahrzeug für den nächsten Tag klargemacht haben, ist noch genug Zeit für einen Nachmittagsspaziergang.

Direkt ums Eck unseres Hotels befindet sich der Wat Luang. Die Novizen sind noch damit beschäftigt, die Festtagsbeleuchtung der letzten Nacht abzubauen. Die Gebäude sind in unterschiedlich gutem Zustand. Bemerkenswert sind die zahlreichen Grabmäler am Rand des Geländes. 

 

Die Grabmäler sind Ruhestätte „normaler“ Gläubiger. Darunter befindet sich auch eine große, weiße Stupa, die die Asche von Katay Don Sasorit enthält, einem laotischen Politiker der Unabhängigkeitsbewegung und Minister in mehreren Kabinetten bis 1958.

 

 

Eine echte Herausforderung ist der Weg zum großen goldenen Buddha des Wat Phou Salao. Für die Anfahrt des außerhalb der Stadt gelegenen Heiligtums teilen wir uns mit einer deutschen Familie ein Tuk-Tuk. Der Fahrer hält am Fuß einer steilen Treppe. Zwar könne man theoretisch über eine rund 5 km lange Straße auch direkt zum Gipfel fahren, die ist aber für unser Tuk-Tuk zu steil. Also bleibt nichts anderes, als zu Fuß den direkten Aufstieg wagen. Die steile, breite Steintreppe ist aber noch harmlos zu dem was noch kommt. Der zweite Teil des Weges führte ursprünglich über schmale Holzstiegen nach oben. Die sind großenteils vom Zahn der Zeit gezeichnet und besser nicht zu benutzen. Man kann also nur neben den Holzresten den Fels hinaufkraxeln.

Der Blick von oben auf den Mekong und die Stadt entschädigt für die schweißtreibende Tortur. Die 20 Meter hohe, sitzende Buddhafigur ist neueren Datums und auch die zahlreichen kleineren, die den Weg zum Kloster auf dem Berg säumen. Zwei Novizen nutzen die Möglichkeit, im Gespräch mit den Touristen ihre Englischkenntnisse aufzufrischen.

Während der eine sich noch schüchtern zurückhält, siegt bei seinem Freund Kosin Dbph die ungebremste Wissbegierde: Er deutet auf Armierungen, Wasserschläuche und was hier sonst noch rumliegt und will die englischen Vokabeln wissen.

Viel Zeit bleibt nicht hier oben. Die Sonne geht unter, da wird es ziemlich schnell dunkel. Zum Glück ist der Abstieg auch ohne Pause zu schaffen, so dass das wartende Tuk-Tuk noch vor Einbruch der Dunkelheit erreicht ist.

Unterkunft:
Sala Champa Hotel
Lakmeung Village, Stadtzentrum, Pakse, Laos

 

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