Von San Sebastian nach Elantxobe

Nach einem Frühstück in der Altstadt umrunden wir zu Fuß den Monte Urgull am Ende der Landzunge. Hier befindet sich auch der von diesem Berg gut geschützte alte Fischereihafen der Stadt.

Eine echte Alternative zur Autobahn in Richtung Bilbao ist die Landstraße N-634, die ab Zarautz bis Deba mehr oder weniger nah entlang der Küste verläuft. Den langen Lieblingsstrand der Basken in Zarautz lassen wir rechts liegen und fahren einen Ort weiter bis Getaria.

Durch die verwinkelten Gassen der Altstadt geht’s zu Fuß bergab zum Hafen.

Einen Besuch wert ist die Kirche San Salbador Eliza aus dem 12. Jahrhundert. Die Besonderheit ist der Kirchenboden, der nicht eben, sondern zum Altar hin ansteigend ist.

 

Einen Hinweis auf den berühmtesten Sohn der Stadt findet man in einem Seitenschiff. Hier hängt das Modell einer alten spanischen Galeone von der Decke.

Sie ist  Juan Sebastián de Elcano gewidmet: Er vollendete die 1519 begonnene dreijährige Weltumsegelung, die er gemeinsam mit Ferdinand Magellan begonnen und allein mit dessen Mannschaft beendet hatte, nachdem dieser vor den Philippinen verstarb und das Kommando auf Elcano überging.

Weiter geht die Fahrt bis zur Flussmündung des Deba und dem gleichnamigen Ort. Die Straße führt am  Fußballplatz vorbei. Fast scheint es, das Dorf am Hang der Berge sei rund um die von diesem eingenommene einzige ebene Fläche mit der dafür benötigten Größe herum gebaut worden.

 

 

Hinter Deba wechseln wir auf die kleinere Landstraße BI 3438, die mit unzähligen Kurven und einigen Serpentinen die bewaldeten Küstenberge entlangführt.

Nach dem sonnigen Intermezzo in Getaria meint es der Wettergott jetzt nicht mehr ganz so gut mit uns. Bis Lekeitio werden wir von mehreren zum Teil heftigen Gewittern begleitet. So fällt ein längerer Rundgang in dieser Stadt regelrecht ins Wasser.

Es bleibt bei einer Besichtigung der Basílica Asunción de Nuestra Señora, in der gerade eine Messe abgehalten wird – natürlich wie so oft hier ausschließlich in baskischer Sprache.

Für die Übernachtung haben wir uns eine kleine Pension im oberen Ortsteil von Elantxobe ausgesucht. Zum Glück finden wir kurz nach dem Ortseingang einen Parkplatz und müssen nicht unten am Hafen parken und dann wieder die Treppen in die Oberstadt hinaufkraxeln. Einen Aufzug gäbe es zwar, aber der ist wohl schon länger außer Betrieb…

 

Unterkunft:
Itsasmin Ostatua
Kale Nagusia, 32, Elanchove, 48310

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