Langnase voraus

Die Langnasenaffen- auch Dutch Monkeys genannt – kann man am besten nach 17 Uhr oder morgens zwischen 6 und 8 Uhr beobachten. Tagsüber halten sie sich mitten im Dschungel auf, während sie zum Schlafen die Kühle in Flussnähe bevorzugen. Wir haben Glück und sehen einen der lustigen Kerle beim Blätterfrühstück kurz nach dem Ablegen von unserem nächtlichen Ankerplatz.

Nach einem kleinen Dschungel-Walk schippern wir zu einem kleinen Dorf am Rand des Nationalparks. Es ist nicht viel los auf der befestigten Straße, an der die Häuser des Sungai Sekonyer Village gebaut sind. Auch hier geht man es am Sonntagmorgen gemütlich an.

Zurück in Kumai entscheiden wir uns für ein shared Taxi, um uns gegen 14 Uhr auf die nächste Etappe zu begeben. Die Strecke nach Banjamaisin werden wir in mehreren  Einzelschritten bewältigen. Ein Flug ist  nicht mehr möglich seit die einzige Airline für diese Strecke vor zwei Monaten ihren Betrieb eingestellt hat. Mit dem Bus wollen wir auch nicht fahren, da er erst am Abend startet und wir ungern mit Nachtbussen unterwegs sind.

Für die rund 235 Kilometer lange Fahrt nach Sampit benötigt unser Fahrer fast 5 Stunden. Die Straße ist zwar in gutem Zustand, doch mehr als 60 Sachen sind nicht drin, was nicht zuletzt den Überholmanövern zahlreicher mit  Palmölfrüchten beladener LKW und unzähliger Mopeds geschuldet ist. Auf beiden Seiten säumen weite Plantagen die Straße, meist Palmöl aber auch Kautschuk. Und immer wieder gibt es kleinere Nistsilos für die lukrative Schwalbennestproduktion.

Kurz bevor es dunkel wird, rauscht dann auch schon das übliche spätnachmittägliche Gewitter herunter. Der Regen endet erst kurz nachdem wir im Hotel eingecheckt haben. Mal sehen, wie es morgen weitergeht. Die Ausgangsposition ist nicht die schlechteste: unser Hotel befindet sich mitten in der Stadt direkt neben dem Bus Terminal.

Unterkunft:
Grand Hotel Sampit
25th Suprapto street, Sampit, Sampit, Indonesien, 74322

 

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