Die Stelen der Zapoteken

Das 10 Kilometer von Oaxaca entfernte Monte Albán (weißer Berg) war einst Hauptstadt und religiöses Zentrum der Zapoteken, später der Mixteken. Auf dem Höhepunkt der Besiedlung im 5. und 6. Jahrhundert lebten bis zu 30.000 Menschen an den Hängen des Berges. Vorbei am Ballspielplatz betreten wir die große, künstlich abgeflachte Bergkuppe mit der prähistorischen Stadt.

Bereits am späten Vormittag brennt die Sonne heiß auf den 200 mal 200 Meter großen Zentralplatz. Will man sich einen Eindruck von der gesamten Anlage verschaffen, lohnt der Aufstieg über die rund 50 Stufen der südlichen Plattform am hinteren Ende des Platzes.

 

 

In der Mitte befindet sich die Ruine des Observatoriums, dahinter die der Zentralgebäude G, H und I. Die Ruinen des Palastes sind rechts und die des Edificio de los Danzantes auf der linken Seite zu sehen.

 

Benannt wurde letzteres Gebäude aufgrund der hier gefundenen zahlreichen Reliefplatten mit scheinbar tanzenden Menschen.

 

 

Mittlerweile ist man sich allerdings sicher, dass es sich bei den Darstellungen um in verdrehten Posen, teils verstümmelte, gefolterte Kriegsgefangene handelt. Über 300 der an olmekische Darstellungen erinnernde Danzantes-Stelen wurden bislang gefunden. Die Hieroglyphen sind die ältesten Mesoamerikas. Einige der besser erhaltenen befinden sich im Museum am Eingang der Anlage.

Wir umgehen die Treppen zum Ruinenkomplex auf der gegenüberliegenden nördlichen Plattform, indem wir den sanft ansteigenden Weg hinten herum nehmen.

Der Besuch des Museums vor Ort lohnt sich aufgrund der hier ausgestellten Steinmetzarbeiten. Einige Begräbnisurnen sind ebenfalls zu sehen. Für die wertvolleren Beigaben aus den hier entdeckten Grabkammern muss man dagegen das Regionalmuseum im ehemaligen Konvent Santo Domingo de Guzmán von Oaxaca und das Nationalmuseum in Mexico Stadt besuchen. Letzteres haben wir bereits vor einer Woche getan, das Museum in Oaxaca ist übermorgen dran.

Auf dem Rückweg in die Stadt machen wir noch einen Umweg nach San Bartolo Coyotepec. Das kleine Örtchen ist ein Zentrum der Töpfereien, die den barro negro (schwarzer Ton) herstellen.

 

 

 

Unterkunft:
Flavia y Mauricio (AirBnB)
Centro Histórico de la Cdad. de México, Centro, 06000 Centro, CDMX, Mexico

no images were found

Dieser Beitrag wurde unter Mexiko, Mittelamerika veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.