Selfies, Teletubbies und ein Schokoparadies

In Bayern geht man zum Weißwurstfrühstück, in Yogya lockt die Rindfleischsuppe. Wir fahren mit unseren Freunden zum Suppenrestaurant Al Barokah. Hier soll es die beste Rindfleischsuppe der Stadt geben. Gegessen wird sie mit Reiseinlage und frischen Krabbenchips (Krupuk).

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zu einem weiteren beliebten Ausflugsziel. In den Hügeln rund um die Stadt ist es einige Grade kühler und so pilgern an diesem Sonntagvormittag unzählige Busse zu den rund 20 Kilometer entfernten Kalksteinklippen. Die Natur ist für die meisten allerdings allenfalls Kulisse. Oben auf dem Plateau der Felsformation warten zahlreiche Settings auf die Selfie-verrückten Besucher. „Mister, photo please!“ Klar, dass auch wir exotischen Westler schnell mit aufs Bild müssen.

Einige Kilometer weiter, nach einer per Google-Maps-Navigation geführten Zickzackfahrt durch die Reisfelder der Ebene von Prambanan, bringt uns Hanis Ehemann zu einem etwas anderen Dorf. Die Rumah Domes von New Nglepen waren ursprünglich weiß. Heute sind die Iglus aus Beton bunt bemalt und um den einen oder anderen Anbau erweitert.

Die kuriosen Neubauten wurden 2006 für die heimatlosen Bewohner eines Dorfes gebaut, die bei dem großen Beben von Yogyakarta vom 27. Mai 2006 obdachlos geworden waren. Es hatte eine Stärke von 6,3 und forderte seinerzeit mehr als 3.500 Menschenleben. Die Idee und das Geld für den Bau der auch „Desa Domes Teletubbies“ genannten Siedlung kamen von einem amerikanischen NGO.

Zurück in Yogya besuchen wir eine Schokoladenfabrik in der Altstadt. Leider ist nur der Outletstore des Chocolate Monggo geöffnet. Die Herstellung der Schokoladen und Pralinen können wir nur auf einem Video sehen. Das ändert nichts an dem Geschmack. Die dunklen Schokotrüffel und gefüllten Orangenstangen können es problemlos mit der europäischen Konkurrenz aufnehmen.

Damit geht unsere diesjährige Asienreise zu Ende. Am Abend wollen wir noch einmal mit unseren Freunden gemeinsam zu Essen gehen. Morgen fliegen wir dan weiter nach Jakarta und dann über Doha zurück nach München.

Dieser Beitrag wurde unter Asien, Indonesien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*