Strawanzen in Porto

Beim Frühstück wehen uns Akkordeonklänge um die Ohren. In der Nachbargasse wartet  eine Straßenmusikerin auf die ersten Touristen. Und die kommen jetzt auch wieder zahlreicher. Während Lissabon schon wieder wegen allzu hoher Inzidenzen abgeriegelt wurde, sind die Zahlen im Norden zum Glück noch auf niedrigem Niveau. Also: Masken auf und Eintauchen in die Altstadt von Porto…

Erster Stopp ist der Palácio da Bolsa (Börsenpalast), der unsere Neugier weckt. Die Räumlichkeiten des neoklassizistischen Gebäudes werden heute als Konferenzzentrum genutzt und können mit einem Guide besichtigt werden.

 

 

 

Interessant ist auch ein Gustave Eiffel gewidmetes Arbeitszimmer. Man könnte meinen, der geniale Ingenieur habe gerade erst seine Arbeit beendet und sein Büro verlassen.

Bei den großen Sälen sticht einer ganz besonders heraus. Die Ausstattung des Maurischen Saals (Salao arabe) nimmt überschwänglich Anleihen bei der Alhambra in Granada. Das verwundert ein wenig, da er erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgestaltet wurde.

Und dann geht’s mal wieder bergab, runter zum Ufer des Douro. Hier gönnen wir uns eine gemächliche Fahrt mit der historischen Tram (Eléctrico) am Ufer entlang. Den Straßenrand der Promenade säumen alte Fischerhäuser, Lagerhäuser und moderne Luxusquartiere.

Unweit der Endstation (Foz) beobachten wir zwei Fischer, die eine besondere Spezialität putzen. Was zunächst nach Ködern für den nächsten Fischzug aussieht, entpuppt sich schließlich als Entenmuscheln (Percebes), deren „Stiel“ als Delikatesse teuer gehandelt wird. Der Name täuscht: es ist keine Muschel, sondern ein Rankenfußkrebs, also eine Art Garnele. Bei Ebbe wird sie von den ansonsten von der Brandung umspülten Felsen „geerntet“.

 

Zurück geht’s noch einmal mit der Tram und dann an den Restaurants am Kai vorbei zurück in die Altstadt. Ein kleiner Abstecher in einen Innenhof hält eine Überraschung bereit. Von hier aus bringt uns ein Fahrstuhl zu einer kleinen Aussichtsplattform mit einem tollen Blick auf die Ponte Maria Pia.

Ein weiteres Highlight – vor allem für die jüngeren Touristen ist die Livraria Lello. Die Buchhandlung in einem Jugendstilgebäude in der Rua das Carmelitas Nr. 144 soll die Harry Potter Autorin Joanne K. Rowling inspiriert haben. Der Andrang ist entsprechend. Wir sparen uns das Schlangestehen und bewundern lieber die street art in den Seitenstraßen, die einen schönen Kontrast zu den Azulejo-Fassaden der umliegenden Gebäude bilden.

Wir machen uns auf den Weg zurück in unser Quartier. Dort wartet in einer Nebengasse eine weitere lokale Spezialität auf uns. Leitão, das portugiesische Spanferkel.

 

Unterkunft:
Hannah’s Studios
Rua de Mouzinho da Silveira 309
União de Freguesias do Centro
4050-421 Porto

Portugal

 

Dieser Beitrag wurde unter Portugal veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.