Auf zu den Dayak

Die Minibusse von Kangguuru Travel fahren im 10-Minutentakt von Balikpapan nach Samarinda. Es regnet in Strömen, also „ideales“ Wetter für einen Reisetag von A nach B. Am Morgen die Überraschung. Sarkani, unser Guide aus Banjarmasin meldet sich per WhatsApp. Sein Sohn habe seit gestern Winterferien und sich einen Urlaub bei der Tante in Samarinda gewünscht. Also sei er mit seiner Familie kurzentschlossen über Nacht die 600 km Richtung Norden gefahren und habe sie bei der Schwester abgeliefert. Ach ja, natürlich würde er uns gern bei der bevorstehenden Tour zu den Dayak führen. Sein Freund Lucas habe bereits eine individuelle Route ausgearbeitet und nichts dagegen, wenn er wieder übernimmt.

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Montag ist Frei-Tag

Im Pool des Hotels plantschen bereits die ersten einheimischen Gäste, als wir zum Frühstück gehen. Nach den letzten Tagen tut es gut, einmal etwas länger zu schlafen. Gegenüber vom Hotel befindet sich eine große Shopping-Mall, die es problemlos mit denen der westlichen Welt aufnehmen kann. Egal ob mit oder ohne Schleier, auch die hiesige Mode ist ein Zeichen der Lebensfreude, wie sie uns hier jeden Tag begegnet. Weiterlesen

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Wo der Zimt wächst

Am Vormittag fahren wir mit Sarkani von Kandagan aus in die Berge. Das 50 Kilometer entfernte Loksado ist vor allem für Bamboo-Rafting bekannt. Als wir die Floßlände erreichen, entern gerade zwei Koreaner die Stangenkonstruktionen. Ein Blick auf die ersten Stromschnellen genügt uns. Selbst wenn wir die Zeit für einen Ritt auf einem der Ein-Personen-Flöße hätten, so wirklich  vertrauenserweckend ist die Konstruktion auch wieder nicht. Zum Glück gibt es Alternativen. Weiterlesen

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Stadt, Land, Fluss – oder: gestern war hier noch ein Weg

Der zweite Tag unserer Tour mit Sarkani beginnt, wo der letzte endete: heute können wir die Diamantschleifer bei ihrer Arbeit besuchen. Im Pusat Informasi Dan Penggosokan Intan von Martapura erfahren wir, dass die geschliffenen Diamanten aus Indonesien früher als minderwertig eingestuft worden waren. Das lag nicht an der Qualität der Steine an sich, sondern an dem nicht Weltmarkt-konformen Schliff. Erst als man einen Mitarbeiter zur Ausbildung nach Amsterdam geschickt habe und dieser mit der „richtigen“ Technik zurückkehrte, gelang der Durchbruch.

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Diamantenfieber

Lohnt sich an einem Freitag ein Besuch der  Diamantenminen von Cempaka? Das ist schließlich ein muslimisch geprägtes Land. Sarkani, unser Guide für die nächsten drei Tage, ist zuversichtlich. Am Vormittag, also vor dem Freitagsgebet, sollte es möglich sein. Eine Nachfrage bei einem Händler in einer der Hütten am Feldweg in Richtung des Minengeländes Cempaka (Kios Bang-Jun Pumpung) gibt den entscheidenden Hinweis. Er weiß, wo heute noch gearbeitet wird.

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Morgenstund …

Das hoteleigene Klotok knattert dem Morgenrot entgegen. Wir sind auf dem Weg zum schwimmenden Markt  von Lok Baintan, eine Stunde flussaufwärts von Banjarmasin. Es ist bereits hell geworden, als wir gegen 5:30 Uhr unser Ziel erreichen. Sofort beginnt ein Wettlauf der Händlerinnen mit ihren kleinen, voll beladenen Einbäumen. Nur die Touristenboote sind motorisiert, die der Händlerinnen werden geschickt mit dem Paddel gerudert. Jede will als erste bei uns andocken, um den Besuchern frisches Obst, Frittiertes oder andere Köstlichkeiten anzubieten. Schon beginnt das Anpreisen und Feilschen.

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Telkomsel reloaded

Mit einem shared Taxi fahren wir am Vormittag von Palang Karaya nach Banjarmasin. Zunächst prägen ausgedehnte Moore die Landschaft, gefolgt von ersten Reisfeldern je näher wir der Küste kommen. Die bislang üblichen Schwalbensilos werden immer seltener. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel fühlen wir uns nach Bali versetzt. Die Häuser drei  kleiner Orte vor Kualakapuas werden  von  Geisterhäuschen bewacht. Statt Moscheen und Kirchen prägen farbenfrohe hinduistische Tempel die Siedlungen. Das ändert sich jedoch rasch wieder und in Banjarmasin ist das Stadtbild vor allem von Moscheen geprägt.

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Zur Abwechslung ein wenig Stadt

Palangka Raya ist die Hauptstadt der Provinz Kalimantan Tengah. Aufgrund ihrer zentralen Lage inmitten der indonesischen Inseln sollte sie Ende der  1950er Jahre unter Präsident Sukarno sogar zur Hauptstadt des gesamten Landes gemacht werden und Jakarta ersetzen. Doch daraus wurde nichts, womöglich auch aufgrund des zum Teil heftigen Widerstands der lokalen Bevölkerung gegen die Umsiedlungspolitik des damaligen Präsidenten (Transmigrasi). Von all dem ist heute nichts mehr zu spüren. Moslems und Christen leben friedlich gemeinsam in der Stadt. Wie schon vor einigen Jahren auf Sulawesi fallen uns zahlreiche Neubauten christlicher Kirchen auf, teils im Rohbau oder kürzlich fertig gestellt.

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Tief im Süden

Die Abfahrt des Busses verzögert sich ein wenig – anderthalb Stunden sind für hiesige Verhältnisse nicht wirklich dramatisch und können auf dem nächsten Streckenabschnitt wieder gut gemacht werden. Die Wartezeit überbrücken wir mit einer kleinen Entdeckungstour rund um den Busbahnhof. Die Hallen direkt nebenan haben schon bessere Zeiten gesehen. Einige Gebäudeteile wurden bereits von der Natur zurückerobert und gleichen eher Gewächshäusern als einem Marktplatz. Lediglich im Untergeschoß haben sich einige Händler hartnäckig einen Platz erhalten.

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Langnase voraus

Die Langnasenaffen- auch Dutch Monkeys genannt – kann man am besten nach 17 Uhr oder morgens zwischen 6 und 8 Uhr beobachten. Tagsüber halten sie sich mitten im Dschungel auf, während sie zum Schlafen die Kühle in Flussnähe bevorzugen. Wir haben Glück und sehen einen der lustigen Kerle beim Blätterfrühstück kurz nach dem Ablegen von unserem nächtlichen Ankerplatz.

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