Tao Tao und Reisspeicher

id-sw_2014-12-27-DSC_0034Vor dem Guesthouse wartet bereits John, der in den nächsten drei Tagen unser Fahrer ist. Yatim taucht wie verabredet um 8.30 Uhr auf und es kann losgehen. Erster Stopp ist das kleine Dorf Siguntu, zwei Kilometer westlich der Hauptstraße Rantepao – Makele. Die eindrucksvollen Reisspeicher haben eine für diese Gegend typische Dachkonstruktion.  Die ursprünglich mit Stroh, heute mit Wellblech gedeckten Dächer sehen von der Seite aus wie geschwungene Büffelhörner. Das ist kein Zufall. Im Leben oder besser gesagt, bei den Begräbnisfeiern der Toraja spielt der Büffel eine wichtige Rolle. Davon künden auch die Hörner, die entlang einer Stange vor den Wohnhäusern aufgestapelt sind. Doch dazu später mehr. Jetzt bewundern wir vor allem die farbenfrohen Ornamente und Holzschnitzereien der Gebäude. Weiterlesen

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Der lange Weg zu den Toraja

id-sw_2014-12-26-DSC_0001Morgens um 9 Uhr ist der Busbahnhof von Poso wie ausgestorben. Genaue Abfahrtzeiten hatten wir am Abend zuvor in unserem Nachtquartier nicht in Erfahrung bringen können. Nur die vage Information, dass am Vormittag Busse auf dem Weg in den Süden beim Terminal außerhalb der Stadt Station machen. Also hatten wir die Rucksäcke geschultert und waren das kurze Stück zum Marktplatz von Poso gelaufen, um dort ein Taxi zum Busbahnhof zu nehmen. Sehr zum Leidwesen der Taxler hatte uns aber Privatmann mit seinem Minivan mitgenommen, der auf halber Strecke zum Markt anhielt und seine Hilfe anbot. Auf der kurzen Fahrt durften wir eine spezielle Karaoke-Form genießen. Die Ehefrau des Fahrers schmetterte inbrünstig Kirchenlieder; der Text wurde auf einem DVD-Screen im Armaturenbrett eingeblendet, umrahmt von lieblich-süßen Jesusbildchen und Chorsängerinnen. Ein Vorgeschmack auf eine der Eigenarten der Tana Toraja: man sagt, die Toraja wären einst wegen der Kirchenmusik zum christlichen Glauben konvertiert. Sie lieben Chorgesang… Weiterlesen

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Abschied vom Paradies

id-sw_2014-12-25-DSC_0084Die Fähre nach Ampana soll um 6.30 Uhr planmäßig von Katupat ablegen. Doch ein Gewitter in den Morgenstunden verschiebt den Zeitplan um mehr als eine Stunde. Die ganzen Tage hatte es auf den Togians nicht geregnet, jetzt schüttet es wie aus Kübeln. Als der Regen dann langsam nachlässt, erscheint die Fähre auch schon am Horizont. Um 9 Uhr erreichen wir Wakai und gegen 15 Uhr kommen wir schließlich in Ampana an.

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Heiligabend Togian-style

id-sw_2014-12-24-DSC_0047Bereits tags zuvor hatten wir erfahren, dass heute Abend die letzte der Totenfeiern für die Mutter der drei Geschwister Amin stattfinden soll. Sie war am 14 November verstorben, so dass nach den Gedenkfeiern der ersten drei Tage nach dem Tod, des siebten und 14. Tages nun mit dem 40 Tag die letzte Feier abgehalten werden soll. Aus diesem Anlass wird morgens ein Stier geschlachtet, der am Abend bei einem großen Festmahl in Katupat mit einem Großteil der Dorfbewohner verzehrt wird. Ein besonderes Filetstück bleibt aber auf der Insel und wird Teil des Weihnachtsessens für die Gäste des Resorts.

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Hotel California und Seezigeuner

id-sw_2014-12-23-DSC_0006Wir starten mit einem kleinen Dingi zu einem Tagestripp in die Umgebung unserer Insel. Erster Halt ist das Atoll „Hotel California“, rund eine Fahrstunde von unserem Quartier entfernt. Mitten auf dem Riff befindet sich ein Pfahlbau, den Taucher als Basis nutzen können. Wir machen uns direkt vom Boot aus auf Erkundungstour und schnorcheln los. Es ist Ebbe und eine wunderbare Unterwasserlandschaft erwartet uns. Behutsam gleiten wir über die Korallenbänke.

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Schnorcheln am Hausriff

id-sw_2014-12-22-IMG_0029Bereits wenige Meter vom Ufer entfernt umzieht ein kleines Korallenriff die Insel des Resorts. Ein lohnenswertes Ziel, wenn man nicht gleich einen Tagestrip zu den Topriffen der Umgebung buchen will. Für 40Tsd. Rp. kann man sich eine Schnorchel-Ausrüstung leihen (Maske, Schnorchel und Flossen).

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Plastik: Fluch und Segen

id-sw_2014-12-21-DSC_0097Am Nachmittag besuchen wir gemeinsam mit unseren niederländischen Bekannten Elly und Egbert das Dorf Katupat auf der dem Resort gegenüberliegenden Insel Pangemba. Die Sauberkeit in unserem Resort hat nämlich einen besonderen Grund. Gemeinsam mit den beiden Franzosen Marion Bazin und Jeff Bourrel hat der Manager des Fadhilla, Saiful M. Amin im Mai 2012 die Organisation EVERTO (Everybody for Togean) ins Leben gerufen. Die nichtstaatliche Organisation (NGO) hat sich den Umweltschutz, Recycling und die Beschäftigung Einheimischer zur Aufgabe gemacht.

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Willkommen im Paradies

id-sw_2014-12-20-DSC_0034Kurz nach Sieben erreicht die Fähre nach knapp 12stündiger Fahrt Wakai auf den Togian-Inseln. Das rund 120 km breite Inselarchipel im Golf von Tomini im Herzen Sulawesis zählt zu den beliebtesten Tauchrevieren Indonesiens. Sowohl die Fähren aus dem südlichen Ampana als auch die aus dem nördlich gelegenen Gorontalo enden in Wakai. Die wirtschaftliche Hauptstadt der Inselregion ist aber nur der Ausgangspunkt für die Weiterfahrt zu den zahlreichen Resorts der Inselgruppe.

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Mit der Fähre zu den Togian-Inseln

id-sw_2014-12-19-DSC_0014Am frühen Nachmittag bringt uns ein Minibus des Q-Hotels zum Hafen. Wir wollen mit der Tuna Tomini zu den Togian-Inseln in der Mitte Sulawesies fahren. Die Fähre pendelt zweimal die Woche zwischen Gorontalo und Wakai. Der Ticketverkauf am Hafen beginnt um 15 Uhr, ablegen soll das Schiff angeblich gegen 17 Uhr. Zur Auswahl stehen zwei Kategorien: den Unterschied zwischen „Economi“-Class (72Tsd Rp. mit Matte) und „Bisnis“-Class (89Tsd Rp. ohne Matte) macht eine Klimaanlage. In der einfachen Klasse sind als weitere Kategorie Liegeflächen für Schaumstoffmatten vorgesehen, im klimatisierten Deckbereich werden sie einfach zwischen die Stuhlreihen gelegt. Davon machen auch einige Crewmitglieder Gebrach, die ihre (unklimatisierte) Kabine zahlungskräftigen Gästen für rund 30 Euro pro Person überlassen. Wir leisten uns zwei „Bisnis“-Tickets, Matten haben wir selber dabei bzw. wollen die Möglichkeit nutzen, quer über mehrere Sitze zu schlafen.

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Morgens um Vier Uhr Dreissig im Dschungel

id-sw_2014-12-18-DSC_0005Der Wecker klingelt heute Morgen bereits um 4 Uhr. Eine halbe Stunde später marschieren wir mit unserem Guide Meidy in den Tangkoko-Dua-Saudara-Nationalpark. Wir wollen im Morgengrauen die nachtaktiven Koboldmakis (Tarsius) beobachten. Nach einem schweißtreibenden einstündigen Marsch durch das hüglige Gelände erreichen wir schließlich den zuletzt bekannten Schlafbaum der glupschäugigen kleinen Affen. Heute scheint sich allerdings keiner im Lianendickicht rund um den Baum zu verbergen. Offensichtlich haben sich die Koboldmakis einen neuen Schlafplatz gesucht. Tatsächlich werden wir wenige 100 Meter weit entfernt fündig. Meidy lockt eines der kleinen Kerlchen mit einem Grashüpfer aus der Reserve. Einem solchen Leckerbissen kann der nicht lange widerstehen und schnappt sich blitzschnell den kleinen Snack.

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